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Ich war tot
von Ian McCormack, Neuseeland

Teil 1

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Die Deutsche Seite





Ich komme aus Neuseeland, bin verheiratet und wir haben drei Kinder. Wir sind seit mehreren Jahren in der ganzen Welt unterwegs, um das zu erzählen, was ich gleich berichten werde.
Ich hatte eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat. Es hat alles in meinem Leben verändert. Das passierte, als ich einmal auf einer Rundreise um die Welt war. Es war ein Unfall beim Tauchen.

Meine Mutter dachte, ich hätte Fischblut in mir, denn ich liebte die See. Ich war Taucher, Rettungsschwimmer und ich war auch ein Fischer. Das Meereswasser in Neuseeland ist etwas kälter und als ich in die tropischen Gegenden kam, habe ich die Seeschlangen gesehen. Auch habe ich verschiedene Haifische gesehen und verschiedene Quallen...


Eine Erfahrung

Eine Erfahrung eines Nachts hat mein Leben verändert. Ich bin zwei Jahre auf Weltreise gegangen. Ich bin dann in Mauritius auf einer Insel gelandet. Das Wasser war kristallklar und es war gut zum Surfen. Ich habe dort mit einem einheimischen Fischer gelebt und wir waren dort am Tauchen, tagsüber und auch am Abend. Nachts kamen die Krebse und wir haben dann mit Taschenlampen dort getaucht. Das Licht hat die Krebse geblendet und dann haben wir sie einfach aufgesammelt und ins Boot geworfen. Die Fische haben zu der Zeit geschlafen, nur die Augen waren offen, aber sie schliefen. Es war dort genauso einfach, die Fische zu fangen. Du konntest dir einfach aussuchen, was du zum Mittagessen haben wolltest. Die Fischer taten das dort natürlich als ihren Lebensunterhalt. Es sind sehr arme Leute. Sie haben die Fische an die Touristen verkauft. Ich habe es nur zum Spaß gemacht, zum Mittagessen. Wir haben nachts so von 23.00h bis 2.00h morgens getaucht. Als ich zum ersten Mal in der Nacht unterwegs war, hatte ich sehr viel Angst, denn ich wusste nicht, was mich da erwarten würde. Man sah die Haifische dort schwimmen, sehr Furcht einflößend.

Und eines Nachts, als ich dort wieder am Tauchen war, da kamen wir an Quallen. Die Fischer kannten diese Quallenart, sie nennen sie die "Unsichtbare".

In Neuseeland haben wir diese Quallen nicht. In Australien gibt es sie wohl. Sie nennen sie die "Meereswespe". Eine sehr gefährliche Quallenart. Eine Qualle dieser Art kann jederzeit einen Menschen töten. Sie sind viel tödlicher als eine Schlange oder eine Spinne.
 Die Fischer hatten hier einen Anzug, denn für sie war das Wasser kalt. Für mich als Neuseeländer war das Wasser eher warm. Auch nachts war das Wasser für mich noch sehr warm. Ich wollte diesen Taucheranzug nicht tragen, aber ich trug trotzdem eine Weste mit kurzen Ärmeln und eine lange Hose. Meine Arme waren frei, aber ich hatte Handschuhe an. Die Fischer hingegen hatten sogar ihren Kopf bedeckt mit diesem Gummianzug, einen 3mm dicken Taucheranzug mit Gummistiefeln. Und es war für sie immer noch kalt.
 Und ich schwamm dort in diesem Schwarm von Quallen. Es war sehr schwierig, sie zu sehen. Bevor ich es bemerkt hatte, hatte mich eine am Arm berührt. Es hat sich angefühlt, als wenn ich einen elektrischen Schlag bekommen hätte. Es hat mir dort im Wasser einen Schock versetzt. Plötzlich sah ich Tausende von diesen Quallen um mich herum! Es war wie ein Minenfeld. Ich versuchte in Sicherheit zu schwimmen und versuchte meinen Hals und meinen Kopf zu schützen, aber ich wurde viermal von ihnen gestochen. Ich bin dann aus dem Wasser herausgegangen, raus auf das Riff. Und als ich dort stand, hab ich gesehen, dass mein Arm zu doppelter Größe angeschwollen war. Meine Haut war bereits voller Blasen.

Wisst ihr, wie das ist, wenn man sich auf einer Herdplatte verbrennt? Mein ganzer Arm war so verbrannt. Und es sah so aus, als würde sich die Haut jeden Augenblick auflösen. Ich konnte das Gift bereits bemerken, es hatte bereits meine rechte Lunge angegriffen. Die Fischer sahen meinen Arm und sie sagten: "Die Unsichtbare!" Dich hat die "Unsichtbare" gestochen, das war dein Leben! Eine reicht aus, und du bist tot!"

Ich sagte: "Ich bin viermal gestochen worden." Und sie sagten: "Schnell, schnell, zum Krankenhaus!"
Sie haben mich dann durch das Wasser zurück ins Fischerboot. Mein rechter Arm war bereits gelähmt. Und als ich so durchs Wasser gezogen wurde, wurde ich zum fünften Mal gestochen. Ich sagte mir: "Was hab ich getan, das ich das verdient habe?"

"Warum geschieht mir das?"
Ich hatte so eine Flut von Erinnerungen über Dinge, die ich falsch gemacht hatte in meinem Leben und von denen ich gedacht hatte, sie längst vergessen zu haben. Aber plötzlich kamen sie alle wieder zurück.
Habt ihr im Leben schon mal etwas falsch gemacht?
Ich war ein Heide. Ich habe nicht an Gott geglaubt. Ich dachte, das ist etwas für schwache Leute, die nicht richtig nachdenken.
 Ich habe an Evolution geglaubt. Ich dachte, wir stammen von den Affen ab. Und ich hab auch einige gesehen dort auf der Straße, die sich immer noch weiterentwickeln...
Das ist das, was ich dachte...


Ich war hier am Sterben
Wenn du mit dem Tod konfrontiert wirst, dann analysierst du dich plötzlich selbst - tief drinnen.
 Dann verändert sich etwas in dir.
 Dann machst du keine Witze mehr - du stirbst!
Und als sie mich dann an Land brachten, war bereits die rechte Seite meines Körpers gelähmt. Dann bin ich im Boot zusammengebrochen.
 Der Fischer sagte mir, ich solle auf den Arm urinieren, um das Gift zu neutralisieren. Sie haben versucht, mein Leben zu retten! Als sie mich ans Ufer brachten, war ich sehr müde geworden. Ich wollte schlafen. Meine Augen sind mir zugefallen.
Als meine Augen sich geschlossen haben, hörte ich die Stimme eines Mannes, der zu mir sprach: "Wenn du deine Augen jetzt zumachst, dann wirst du sie nie wieder öffnen."
Und dann öffnete ich meine Augen und da war niemand. Ich wusste zu der Zeit nicht, dass ich die Stimme Gottes gehört hatte.
 Ich wusste nicht, dass Gott den Sünder liebt, und dass er ihn NIE aufgibt, und dass er zu ihm spricht!
Ich hatte Gott noch nie gehört, hatte seine Stimme noch nie gehört und hatte auch nicht geglaubt, dass er existiert.
Aber ich erkannte an diesem Zeitpunkt: Wenn ich meine Augen schließen würde, dann wäre ich dort direkt gestorben.
Als Lebensretter wurde uns gelehrt: Wenn Menschen von dieser Qualle gestochen wurden, dann müssen wir sie wach halten.
 Wenn sie einschlafen, dann kann das zu einem Koma führen und das ist sicherlich ihr Tod.
 Und ich war direkt an dieser Grenze zwischen dem Koma und dem sicheren Tod.
Diese Qualle tötet auf diese Art. Die meisten Leute fallen in einen Schlaf und wachen nie wieder auf. Kinder werden innerhalb von drei Minuten getötet. Erwachsene in vielleicht 15-20 Minuten. Ich hatte sehr wenig Zeit übrig. Ich habe gegen dieses Gift angekämpft.
Ich wusste nicht, wer da zu mir gesprochen hatte, aber ich wusste: Ich MUSS ins Krankenhaus kommen! Ich fand dort einen Taxifahrer - einen Inder. Und ich bat ihn, mich ins Krankenhaus zu bringen. Aber ich hatte kein Geld. Er wollte mich deshalb nicht mitnehmen.


Und ich hab wieder diese Stimme gehört: "Bettle um dein Leben mein Sohn!" Ich dachte mir: Ich hatte noch nie in meinem Leben um etwas gebettelt. Ich war ein sehr stolzer Mann. Aber dann dachte ich - vielleicht wird dir das helfen, wenn ich hier bitte und bettle. Vielleicht wird dieser Inder dir helfen. Und ich fiel auf meine Knie und bettelte für mein Leben. Ich hab ihm Geld versprochen, wenn er mich mitnehmen würde und irgendwer half mir dann in sein Taxi.
Dann sind wir einige Kilometer die Straße entlang gefahren und dann fragte er mich, wie er denn wohl zu dem Geld kommen würde, das ich ihm versprochen hatte.

Er sagte: "In welchem Hotel wohnst du weißer Mann?" Und ich sagte: "Ich bin nicht in einem Hotel, ich lebe mit den Fischern." Er wurde sehr ärgerlich und sagte: "Ich bringe dich zum nächsten Touristenhotel. Wenn du mich nicht bezahlst, dann fahre ich dich nur zu einem Hotel." Und ich sagte: "Bitte! Ich habe genug Geld!"

Er fuhr zu einem Hotel und bat mich, das Taxi zu verlassen. Er war sehr ärgerlich und ich habe versucht das Taxi zu verlassen. Das Gift hatte bereits meine beiden Füße gelähmt. Meine Füße haben sich nicht mehr bewegt. Ich sagte: "Ich kann nicht mehr laufen. Bitte, bring mich zum Krankenhaus!"

Er riss die Tür auf und warf mich aus dem Taxi! Mein Fuß blieb in seiner Tür hängen. Er konnte die Tür nicht schließen und ich hab gesehen, wie er mir in die Augen geschaut hat, meinen Fuß rausgeworfen und dann wieder wegfuhr. Ich sagte mir nur: "Ich habe keine Angst zu sterben. Wenn das so ist, das die Menschen einander so behandeln, dann will ich lieber hier sterben. Ich habe diese Welt absolut satt!"

Ich habe angefangen meine Augen zu schließen. Und plötzlich kam ein Licht auf mich! Ich öffnete meine Augen und sah das Gesicht eines Fischers. Es war einer meine Freunde aus dem Dorf. Er hatte diese Sicherheitsuniform an, beugte sich über mich und sagte: "Was ist mit dir los?"

Als ich das Gesicht meines Freundes sah, dachte ich: "Ich werde doch für mein Leben kämpfen! Vielleicht schaffe ich es doch noch." Ich hab ihm dann meinen Arm gezeigt. Als Fischer wusste er sofort, was mit mir passiert war und nahm mich mit in das Hotel hinter ihm. Die Chinesen dort, denen das Hotel gehörte, waren dort mit einem Spiel beschäftigt. Ich sagte ihnen: "Ich muss ins Krankenhaus kommen." Sie dachten, ich sei betrunken, denn ich wurde ja da rein getragen. Ich sagte: "Es ist eine Qualle gewesen." Ich zeigte ihnen meinen Arm und sie fingen an mich auszulachen.
Ich dachte: Warum lachen die mich aus? Plötzlich stand ein Chinese auf und sagte: "Ach, ihr dummen Weißen! Warum nehmt ihr Drogen? Warum müsst ihr auch immer dieses Heroin nehmen? Wir nehmen alle Opium. Warum macht ihr es denn mit einer Spritze? Ihren dummen Weißen! Wir können dir nicht helfen!"

Und sie setzte sich wieder hin. Ich sagte ihnen, dass das kein Heroin sondern Quallengift sei! Aber sie haben mich ignoriert.


Mein Körper fing an zu zittern
Ich konnte in dem Stadium jeden Muskel einzeln spüren. Meine Zähne fingen an zu klappern und ich habe gefühlt, wie dieses Gift tiefer und tiefer in mich eingedrungen ist. Außerdem fühlte ich mich sehr kalt.
Ich konnte bereits den Tod in meinen Knochen fühlen. Wiederum bat ich diese Männer mir zu helfen. Ich sagte: "Bitte nehmt mich mit in eurem Auto, bringt mich ins Krankenhaus." Der Chinese hat seine Hand auf meine Schulter gelegt und schaute ein Auto an und sagte: "Nein, weißer Mann, wir können mein Auto nicht nehmen. Wir warten, bis ein Krankenwagen kommt. Hab keine Angst."

Ich konnte richtig den Hass in seiner Stimme hören.
Da Mauritius in der Nähe von Südafrika ist, findet man großen Hass zwischen den Rassen dort. Es war anders, als was ich in meiner Nation gewöhnt war. Sie haben einander gehasst! Weil ich weiß war, haben sie mich behandelt, als ob ich ein Südafrikaner gewesen wäre. Sie haben einfach weiße Menschen gehasst!
Danke Gott, dass Gott Menschen liebt! Er kann das Herz von Menschen verändern und kann Menschen helfen zu vergeben. Aber in diesem Augenblick hätte ich am liebsten zugeschlagen. In meiner Nation, wenn dich jemand berührt, und du möchtest nicht, dass er dich berührt, dann hast du eine Schlägerei mit ihm.

Ich dachte mir: "Wie kann er es wagen, seine Hand auf meine Schulter zu legen und mich sterben lassen vor seinen Augen?!" Ich dachte: Ich schlage ihn noch zurück, bevor ich sterbe! Und ich hab versucht, auf ihn einzuschlagen. Aber mein Arm war bereits gelähmt und ich sagte mir: Jetzt kann ihn ich nicht mal schlagen! Ich habe meinen linken Arm ausprobiert, und dachte, vielleicht kann ich ihn mir vors Gesicht ziehen. Ich wollte ihn herabziehen, damit er sich wenigstens an mich erinnert. Damit er das nicht noch einmal tun würde. Als ich dabei war, ihn an mein Gesicht heranzuziehen, hörte ich zum dritten mal diese Stimme eines Mannes!

Sie sagte: "Wenn du das tust... das Gift ist so nah an deinem Herzen, der Adrenalinstoß wird dich umbringen." Ich dachte: "Ja, genau, der hat recht, das ist richtig."
WER ist diese Stimme? Und ich wandte mich ab. Ich sagte mir: Wenn ich überlebe, dann werde ich dich finden. Du hoffst vielleicht, dass ich nicht leben werde, aber ich werde zu dir zurückkommen. Ich werde dir beibringen, dass man so was nicht mit einem sterbenden Mann tun sollte.

Aber ich musste meinen Zorn im Zaum halten. Ich wusste, dass dieser Zorn mich töten konnte. Ich hatte jetzt aber einen Grund, um zu überleben. Warst du jemals zornig? Hast du schon mal gefühlt, jemanden zu erdrosseln?
Und als ich mich abwandte, kam plötzlich der Krankenwagen. Mein Freund kam vom Hotel. Er hatte das Krankenhaus angerufen und er trug mich mit seinen Armen in den Krankenwagen hinein.


Plötzlich sah ich mein Leben wie einen Film vor mir ablaufen!
Während sie mich dann mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus brachten - meine Augen weit offen - sah ich plötzlich mein Leben wie einen Film vor meinen Augen ablaufen!
Ich dachte, was ist das? DAS IST MEIN LEBEN!


Natürlich hatte ich davon schon mal irgendwo gelesen. Auch im Fernsehen haben sie gelegentlich darüber gesprochen. Die Menschen haben da berichtet, dass sie ihr Leben vor sich ablaufen sahen und ich dachte mir: Bin ich jetzt wirklich dabei, zu sterben? Ich dachte über mein Herz nach, hab mich mal kurz so überprüft und dachte: Du bist dem Tod sehr nahe. Wenn ich sterbe, gibt es ein Leben nach dem Tod? Oder ist da nichts?

Ich war ein Atheist. Ich hatte geglaubt, wenn du stirbst, kommt nichts mehr. Aber ich war auch ein spielender Atheist.
Als Atheist spielst du russisches Roulette. Nämlich, wenn Ich falsch liegen würde, und es gibt ein Leben nach dem Tod, wo werde ich dann hingehen? Und ich sagte zu mir selbst: Ich weiß es nicht. Und als ich da lag, sah ich plötzlich das Gesicht meiner Mutter vor mir und sah, wie sie betete. Meine Mutter war die einzige Christin in unserer Familie, die Einzige, die an Gott geglaubt hat. Keiner aus unserer Familie hatte irgendeinen Glauben an Gott. Wir haben normalerweise gesagt: "Mutter, du kannst für uns beten. Wir brauchen da nicht hingehen. Gott wird auf dich schon hören. Du bist so eine nette Person."

Und als ich ihr Gesicht plötzlich vor mir sah, ist irgendetwas in mir erschüttert worden! Ich sah, wie meine Mutter zu mir sprach. Sie sagte: "Ian! Egal, was du in deinem Leben getan hast. Egal wie weit du von Gott entfernt bist, wenn du aus deinem Herzen zu Gott rufst, dann wird Gott dich erhören. Gott wird dir vergeben, mein Sohn!" Ich wusste nicht, dass auf der anderen Seite der Erdkugel meine Mutter mein Gesicht gesehen hat. Gott hat zu ihr gesprochen. Gott hat ihr gezeigt, dass ich im Sterben lag. Und Gott hat ihr gesagt: Bete für deinen Sohn - jetzt! Auf der andern Seite der Erde!
In der Mitte der Nacht, hat Gott das Gebet meiner Mutter nehmen können und ihr Gesicht in diesen Krankenwagen bringen können. Das ist eine sehr machtvolle Sache! Zu einem Mann, der ein Heide war.
Wenn du plötzlich deine Mutter siehst, wie sie für dich betet, wie sie über Gott zu dir spricht - das hatte mich in meinem Geist tief berührt.


Wenn es einen Gott gibt?
Und ich dachte: WENN es einen Gott gibt? WENN ich falsch liegen sollte? WENN es einen lebendigen Gott geben sollte? WER ist er? WER ist der wahre Gott? Jeder denkt, dass sein Gott der richtige ist. Ich habe Tausende von verschiedenen Göttern gesehen.
 WENN es einen wirklichen Gott gibt, zeige dein Gesicht, dann werde ich beten!
Aber kein Gesicht eines Gottes ist mir erschienen.
Nur das Gesicht meiner Mutter. Aber meine Mutter ist nicht Gott.
Aber meine Mutter ist die einzige in unserer Familie, die zu Jesus gebetet hat. Kann denn meine Mutter Recht haben?
Wie viele haben es gehasst, wenn die Mutter mal wieder Recht hatte! Besonders, wenn du selber sehr stolz bist! Arrogant. Meine Mutter ist eine sehr demütige Frau, und ich lag dort und dachte über das Leben meiner Mutter nach. Das Leben meiner Mutter war sehr rein und sehr liebevoll.

Kann es sein, dass sie den richtigen Gott kennt? Kann es ein christlicher Gott sein? Aber wenn es ein Gott der Christen ist, habe ich ein großes Problem. Wie viele werden in große Probleme kommen, wenn der Gott der Christen wirklich DER Gott ist! Ich dachte: Wenn Jesus derjenige... Ich hatte diesen Namen verflucht. Ich habe die Christen lächerlich gemacht! Mein Leben war eigentlich gefüllt mit Sex, Drugs and Rock `n Roll...
Und als ich da lag, dachte ich: WAS könnte ein Mann wie ich beten? Wenn es ein christlicher Gott ist, was kann ich dann beten? Ich kannte keine Gebete. In der Kirche musste man von einem Buch ablesen. Du stehst auf, kniest dich hin, das war wie eine Parade, nichts ist geschehen. Wie ein Papagei, ständige Wiederholung.


Ich sagte: Gott, wenn es dich gibt...
Ich sagte: Gott, wenn es dich gibt, wenn du mich hören kannst... Ich fühle mich wie ein Heuchler. Ich habe nie an dich geglaubt, aber WENN es dich wirklich gibt, dann lehre mich zu beten. Ich weiß nicht, was man betet. Plötzlich sind Worte vor meinen Augen erschienen: VERGIB UNS UNSERE SÜNDEN. Und ich sagte mir: Wo soll ich da anfangen? Ich habe so viele Sünden begangen, ich habe jetzt keine Zeit mehr, sie alle aufzuzählen. Aber wenn du vergeben kannst, dann bitte vergib mir alle meine Sünden! Und die schlimmsten sind dann vor mir erschienen.


Und dann kamen neue Worte: VERGIB DENEN, DIE
AN DIR GESÜNDIGT HABEN. Und ich dachte, das ist leicht. Ich bin kein nachtragender Mensch. Ich kann jedem vergeben, egal, was sie mir angetan haben, ich kann ihnen vergeben. Und als ich das so sagte, erschien plötzlich dieser indische Taxifahrer vor mir und ich dachte: Was macht DER denn hier? Und die Stimme sagte: Wirst du diesem Mann auch vergeben, der dich aus dem Taxi heute Abend rausgeworfen hat? Und ich sagte: NEIN, das soll wohl ein Witz sein! Ich hatte schon Pläne für diesen Mann und zu vergeben war sicherlich nicht der erste Punkt auf dieser Liste! Ich wollte meine Hand schon auf ihn legen, aber nicht, wie der Priester das macht... mehr um seinen Hals, möglichst unter Wasser...

Und als ich dort lag, sah ich plötzlich diese Gesicht des Hotelbesitzers, dieses Chinesen und ich sagte mir: Was macht DIESER Mann hier? Der Mann, der seine Hand auf meiner Schulter hatte und der mir sagte: Wir werden dich NICHT im Auto mitnehmen! Und die Stimme kam wieder: Wirst du diesem Mann vergeben, der dich im Hotel gelassen hat, um zu sterben? Und ich sagte: nein, niemals! Warum sollte ich diesen Leuten vergeben? Und als ich da so nachdachte, dachte ich: Mit wem spreche ich eigentlich? Ich habe hier ein Gespräch mit einer Stimme, welche Stimme ist das? Es ist nicht meine Stimme, nicht meine Gedanken. Und dann diese Worte... Meine Mutter nennt das, das "Vater Unser".
Natürlich habe ich es in der Kirche manchmal gebetet, aber das war anders.
ICH MUSSTE ES AUS MEINEM HERZEN BETEN -
AUS MEINEM HERZEN HERAUS VERGEBEN.


Ist das Gottes Stimme?
Hörte ich wirklich die Stimme Gottes zum ersten mal in meinem Leben? Als ich da lag, sagte ich: Gott, ich möchte vergeben, wenn du MIR vergibst, dann werde ich auch diesen Männern vergeben! Ich werde sie auch nicht mehr belangen. Nur ich weiß nicht, wie du mir vergeben kannst, es ist unmöglich! Aber wenn du das kannst, wenn du Barmherzigkeit an mir üben kannst, dann werde ich diesen Männern vergeben und ich werde nie gegen sie vorgehen. Und als ich das sagte, kamen plötzlich ihre Gesichter vor mich und es kamen neue Worte. DEIN WILLE GESCHEHE, WIE IM HIMMEL, SO AUF ERDEN.
Und ich sagte: Dein Wille? Es ist Gottes Wille! Ich habe meinen eigenen Willen, ich bin unabhängig. Ich bin selbst für mich verantwortlich, und ich bin auch stolz darauf. Ich werde meine Knie vor Niemandem beugen.
Und als ich das betete: Gottes Wille geschehe, dann musste ich mich selbst demütigen und musste die Führung meines Lebens Gott übergeben, das bedeutete, ich muss das tun, was Gott in meinem Leben möchte. Was immer er im Himmel tut, muss ich hier auf Erden tun.
Als ich diese Worte betete, und es so in meinem Herzen meinte, hat das komplett mein Leben verändert! Ich sagte: Gott, ich kenne deinen Willen nicht, ich bin dir nie nachgefolgt. Aber wenn du mir hilfst, dann übergebe ich dir mein Leben voll. Ich brauche ein Wunder! Ich bin im Sterben! Wenn du mir helfen kannst, dann werde ich dir folgen, den Rest meines Lebens! Als ich dieses Gebet sprach, sah ich plötzlich das ganze "Vater Unser" vor mir. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich diese Worte verstanden. Ich habe diese Worte plötzlich persönlich für mein Leben verstanden, ich habe plötzlich verstanden, dass dies ein Gebet der Errettung war und dass ich wiedergeboren wurde in diesem Krankenwagen. Und was ich erlebte, war ein erstaunlicher Friede in meinem Herzen! Ich hatte Frieden geschlossen mit meinem Schöpfer, und ich dachte mir: Du bist wie ein Heuchler! Es ist wie ein Gebet auf dem Totenbett, aber ich wusste: Etwas ist geschehen - ich habe plötzlich einen großen Frieden in mir gefühlt.

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